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Mi

27

Jan

2010

Burka oder nicht?

Wenn eine deutsche Frau nach deutschem "Kleidungskodex" in Afganistan oder Pakistan auf die Straße gehen würde, würde ihr doch auch ein bestimmtes Auftreten verboten werden.

Ist es denn dann so abwegig, hier auch zu verlangen, dass  bestimmte Kleidung dann hier nicht getragen wird?

Ich respektiere Sitten und Gebräuche und religiöse Einstellungen - aber es hat auch für mich Grenzen.

Oder ist es schon rassistisch, wenn ich die Erwartung habe, dass sich Menschen, die in unser Land kommen, hier auch unsere Regeln und Gepflogenheiten akzeptieren und sich entsprechend anpassen und einfügen?

So, wie ich es auch im Ausland tun würde!

 

Ok, ich glaube, ich habe hier erst ein- oder zweimal eine Burka auf der Straße gesehen, aber es ist für mich eine Symbolik - und auch hier darf man sich diese Frage doch sicher stellen . . .

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5 Kommentare

  • #1

    Anja (Mittwoch, 27 Januar 2010 20:10)

    Die gleiche Frage haben wir heute nach dem Frühstück und einem Blick in die HAZ auch diskutiert - mit dem gleichen Ergebnis. Und der gleichen Frage, ob man diese Frage hier stellen darf oder nicht... Ich finde es nicht rassistisch. In Saudi-Arabien dürfen an christlichen Kirchen keine Kreuze hängen - Christen werden teilweise verfolgt in mittelalterlichen Zeiten. Vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, eine solche Diskussion zu führen, Dank an Frankreich.

  • #2

    Anna (Mittwoch, 27 Januar 2010 22:22)

    In der Neon war auch ein Artikel dazu. Ein Erfahrungsbericht von einer Frau die das mal ausprobiert hat, was es für ein Gefühl ist eine Burka zu tragen. Ich gebe dir den mal, wenn du den lesen magst.

  • #3

    weltenpilger (Mittwoch, 27 Januar 2010 23:36)

    Also ich finde den Vergleich mit anderen Ländern nicht passend. Ja, Christen dürfen in vielen islamischen Staaten ihre Religion nicht frei ausüben, aber sollten wir das dann einfach umdrehen? Wie du mir so ich dir??! Vielmehr sollte man versuchen, mit entsprechenden Gruppen in einen Dialog zu kommen. Eine Diskussion über Verbote von Kleidungsstücken halte ich für verfehlt und sehr problematisch. Jedenfalls in einem angeblich freien Land.
    (Solche Diskussion kennt man hier in Köln eigentlich nur von einer Partei...)


    p.s. @Anna: Ich will den Artikel! Ganz dringend! Vielleicht kann ich den im Unterricht verwursten.

  • JimdoPro
    #4

    Detlef Rakebrand (Donnerstag, 28 Januar 2010 07:26)

    es geht mir NICHT um eine Behinderung der Ausübung einer Religion, schon aber um die Frage, ob es da nicht auch Grenzen gibt.

    Die Frage ist eher, und ich wage sie zu stellen, ob es nicht einfach Grenzen gibt, was in einem Land, mit einer speziellen Kultur möglich ist. Bei allem Verständnis für die Argumente, eine Burka zu tragen. Und ich lache nicht über diese Argumente! Ich nehme sie ernst, mit Sicherheit!! Aber ich nehme auch ernst, dass dies nicht die Sichtweise in unserem Kulturkreis ist. Und scheinbar funktioniert dieses Nebeneinander nicht.
    Welche Konsequenzen muss man dann daraus ziehen?

  • #5

    Anja (Donnerstag, 28 Januar 2010 11:10)

    Mir geht es weiterhin ganz genau wie dir - ich will nicht gleiches miteinander aufwiegen. Und ich lasse mich sicher, und zwar ganz sicher, nicht in eine bestimmte politische Ecke einstufen.
    Im Internet scheint eine solche Diskussion nicht zu funktionieren - nicht einmal unter so genannten Akademikern (die wir ja sind!). Argumentationen werden falsch verstanden, umgedeutet und schon steht alles in einem fahlen Licht da.
    Meine Erfahrung hier hat bisher auch die Grenzen eines Mit- oder wenigstens Nebeneinanders gezeigt. Aber vielleicht ist Köln eben anders als Hannover, hier rufen wir einen "Rat der Religionen" ins Leben, ob der wohl zur Dialogfähigkeit beitragen kann?

    In diesem Sinne, ich bin raus aus der Diskussion.

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